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Katzenkrankheiten - Virusinfektionen in den Augen

Katzenkrankheiten: Virusinfektionen und ihre Heilmittel

Katzen sind, wie wir Menschen auch, durchaus anfällig für Krankheiten. Dabei sind Katzen für zwei Virusinfektionen, die wir hier später erörtern werden, besonders gefährdet. Die gute Nachricht ist, dass es für beide eine Heilung gibt.

Diese beiden am häufigstenen auftretenden Virusinfektionen sind das als Rhinotracheitis-Virus bekannte Feline Herpes 1-Virus, und die Infektion mit den Organismen Chlamydia psittaci und Mycoplasma.

Wenn eine Katze infiziert ist, zeigt sie Symptome wie Fieber, sie hat tränende Augen, eine verkrustete Nase und muss viel Niesen. Diese Infektion kann mit oder ohne Behandlung verschwinden, aber sie kann auch jederzeit wieder zurückkommen.

In diesem Fall wird die Erkrankung als Feline Keratoconjunctivitis bezeichnet. Das Virus setzt sich in den Nerven rund um ihr Gesicht ab. Hornhautnarben sind bis zu einem Durchmesser von etwas mehr als einem Zentimeter zu sehen. Dies macht es für die Katze schwer richtig zu sehen, und wird meistens aufgrund von Stress in der Eingewöhnungsphase, Wetteränderungen, einem neuen vierbeinigen Mitbewohner im Haus, oder wie bereits oben erwähnt, eben anderen Krankheiten hervorgerufen.

Unbehandelt kann es sehr schlimm werden, da die äußere Beschichtung der Hornhaut durch das eindringende Virus verloren geht. Eine sekundäre bakterielle und mycoplasmale Infektion dieser Bereiche kann tiefe Geschwüre rund um das Auge verursachen und in einigen Fällen auch die umliegenden Bereiche schädigen.

Glücklicherweise kann diese Entzündung mit einer Aminosäure namens Lysin behandelt werden. Die Wirkung von Lysin zeigt sich indem die Menge einer anderen Aminosäure namens Arginin reduziert wird, die natürlicherweise im Körper der Katze vorhanden ist.

Der Tierarzt wird, je nach stärke der Entzündung, eine Dosierung zwischen 200 mg und 500 mg pro Tag verschreiben. Dieses Medikament kann man zur Verabreichung in die Nahrung einstreuen. Es gibt von diesem Medikament verschiedene Marken, wenn Sie aber eine bestimmte Marke bevorzugen, stellen Sie sicher, dass sie glykolfrei ist.

Sie können auch topische Antibiotika ausprobieren, die sich ebenfalls als wirksam erwiesen haben, aber nur dazu dienen, sekundäre bakterielle Eindringlinge zu unterdrücken.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, aktuelle Antivirenmittel zu verwenden, mit denen das Virus direkt bekämpft werden kann. Einige Beispiele hierfür sind Herplex (Idoxuridin), Viroptic (Trifluorothymidin) und Vira-A (Vidarabin). Diese Medikamente sind relativ teuer und müssen fünfmal täglich verabreicht werden. Diese Behandlung sollte aber nur erfolgen wenn die Hornhaut auch tatsächlich infiziert ist.

Katzenkrankheiten – Infektiöse Augenentztündung

Etwas günstiger als die topischen Antivirenmittel ist eine orale Lösung namens Oral Interferon. Obwohl wissenschaftlich nie nachgewiesen wurde, dass Katzenvirusinfektionen damit behandelt werden können, haben Katzenbesitzer, die diese Lösung verwendet haben, behauptet, dass es die Dauer der Infektion stark verkürzt. Das Beste daran ist, dass keine Nebenwirkungen bekannt sind, sodass Sie eigentlich nichts verlieren können wenn Sie die Behandlung mit Oral Interferon versuchen.

Impfstoffe scheinen jedoch der beste Weg zu sein, um das Auftreten dieser Krankheiten zu verhindern. Idealerweise sollte eine Katze dreimal geimpft werden, und zwar im Alter von 9, 12 und 14 Jahren. Das Vakzin sollte mit einer 25-Gauge-Nadel an der Vorderseite eines Hinterbeins verabreicht und anschließend gut massiert werden, um die Bildung von Tumoren an den Injektionsstellen zu verhindern.

Es gibt aber auch andere Augeninfektionen, deren Symptome den eben erwähnten Krankheiten sehr ähnlich sind. Ein Beispiel ist die eosinophile Konjunktivitis. Bevor Medikamente verabreicht werden können, muss der Tierarzt zunächst einen Test durchführen, um sicherzustellen, dass die richtigen Medikamente für dieses Krankheitsbild verabreicht werden.

Dazu dient ein Test, der zurzeit wegen der COVID-19 Pandemie in aller Munde ist, nämlich der Polymerase Chain Reaction Test, auch als PCR Test bekannt. Das ist ein DNA-Test, der das Vorhandensein von viraler DNA verstärkt, sodass auch nur ein einziges Virus das in einer Probe aus einem Bindehautabstrich vorhanden ist, nachgewiesen werden kann.

Katzenvirusinfektionen treten häufig bei Katzenjungen auf, können durch verschiedene Medikamente jedoch verhindert bzw. geheilt werden. Sie müssen aber zuerst wissen mit welchem Krankheitsbild ​​Sie es zu tun haben, damit die richtigen Medikamente verabreicht werden können. Für weitere Informationen recherchieren Sie online und sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.